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Wenn die dunkle Seite der Macht auch nur
im Entferntesten in diesem Universum existiert, dann hatte sie sich
für einen ihrer üblen Streiche offensichtlich Sängerknabe Robert
ausgesucht. Der nämlich war mächtig stolz darauf, dass er schon seit
Monaten keine Erkältung mehr abbekommen hatte und pünktlich zum Gig
im Woodman's sollte diese Glückssträhne ein jähes Ende finden.
Sofort wurden Erinnerungen an den
legendären Auftritt im
Hackys Music Castle
wach, als ein unüberschaubares Aufgebot an Teesorten, Hustenbonbons
und sonstigen Pillen die große Katastrophe noch vermeiden sollte.
Diesmal hatte es Robert zwar nicht ganz so kräftig erwischt, aber
die stimmliche Verwandtschaft mit Joe Cocker war erneut nicht ganz
von der Hand zu weisen.
Abgesehen von diesem kleinen Handicap
war der Gig im Woodman's jedoch eine super Sache, denn vor Ort ist
bereits ein Großteil des benötigten Equipments fix aufgebaut, so
dass nur noch das Nötigste in den Wagen verstaut werden musste. Ein
Auftritt unter dem erfreulichen Motto "einstöpseln und loslegen"!
Und so war es dann schließlich auch.
Nach 'nem gigantischen 5-Minuten-Soundcheck (und prima Verpflegung)
ging es endlich wieder auf die Bühne. Und da dort nicht unbedingt
der Platz im Übermaß zur Verfügung stand ("Walter, kannst du kurz
deinen Bass aus meinem Gesicht nehmen, ich muss mich umdrehen!"),
wurden die Bewegungsaktivitäten einfach ein bisschen
zurückgeschraubt.
Am Ende des dritten Sets waren wir
dennoch nass wie Saunatücher (was aber eindeutig auf das Konto der
heimeligen Bühnenflutlichtbeleuchtung zurückzuführen war :-)) und
Robert hielt überraschender Weise den Mund ... kein Wunder, die
Stimme hatte sich doch noch verabschiedet.
Rundum ein schöner Gig unter besten
Voraussetzungen. Gerne mal wieder!
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