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Bass
Im Alter von ca. 12 Jahren hatte ich plötzlich
das unüberwindliche Verlangen, Gitarre spielen zu lernen. Ein
Klassenmitschüler hatte eine Konzertgitarre zu verkaufen und ich
setzte mich in den Zug und fuhr "auf's Land". Leider verpasste ich die
richtige Haltestelle und plattelte erst mal 2 Stunden zurück zur
passenden Haltestelle und dann zu meinem Gitarrenverkäufer. Der Deal
war gleich perfekt und dann lernte ich so richtig im Konservatorium
Augsburg für 4 Jahre klassische Gitarre.
Nebenbei liebäugelte ich immer mehr mit
"Stromgitarren" und nach einem grässlichen Ferienjob konnte ich mir
endlich einen Les Paul - Nachbau leisten und schon war ich in meiner
ersten richtigen Band (unser erster Übungsraum hatte nur 2 Wände und 2
Ecken - in einem alten Turm der Augsburger Stadtmauer beim Jakober Tor
).
Diese Band war ein Trio und wir spielten,
wie es damals oft üblich war, nur "improvisierte" Musik unter
Ausschluss der Öffentlichkeit. Dann ging's weiter mit dem Umsatteln
auf E-Bass (der hatte halt doch nur 4 Saiten - alles viel
übersichtlicher). Parallel dazu erlernte ich wieder im "Kons" für ca.
1 Jahr Kontrabass mit Bogen und allem drum und dran zu spielen.
Dann ging's richtig los: mit "Walrus" die
ersten Gigs und einer davon in der Kongresshalle als Vorband der
damals schon angesagten "Scorpions": dabei rauchte mir dann prompt der
Bassamp ab und ich bin vor ca. 1.500 Zuschauern vor Scham fast im
Bühnenboden versunken. Die nächste Band war "Mephisto", mit der wir
den ganzen süddeutschen Raum unsicher machten - mit Coverversionen von
"klassischen Rocksongs".
Anschliessend war Hardrock bei "Lionheart"
für 2 Jahre angesagt mit immerhin einem Livegig im Subway. Daraufhin
beschloss ich mich dem Blues und Boogie zuzuwenden und spielte einige
Zeit mit "Harry Homely" (u.a. die Eröffnungsfete des Siedlerhofs im
Bärenkeller). Aus den Resten dieser Band formierten wir dann "Kantik":
diese Combo hatte ihre Höhepunkte beim Supersommergig auf der
Freilichtbühne, bei der Veröffentlichung unserer Mini-LP, beim
Einspielen eines Songs für den "2000 Töne Sampler" und bei einem Gig
auf einem Riesen-Open-Air in Landshut (u.a. mit "Railway" und
"Schröder Road Show"). Dann war erst mal Schluss mit lustig und meine
musikalische Karriere beschränkte sich auf Klaviergeklimpere zuhause.
1995 fragte mich ein Arbeitskollege,
ob ich nicht Lust hätte, wieder Musik mit einer Band zu machen und da
hat's mich dann wieder gepackt. Eine Coverband, die es immerhin auf 2
Gigs in 2 Jahren gebracht hat! Danach ein Intermezzo von ein paar
Monaten mit einer Bluesband und dann schliesslich die Gründung von
NO REPLAY im Jahr 2000, wo's seitdem ganz tierisch
abgeht!!!!!!! |